| Nr. 7, März 2007 |

Berlin im März 1848

Berliner Geschichte im Rückblick

6. bis 10. März Die Revolution beginnt: Tausende Menschen aus dem Handwerker- und Arbeiterstand versammeln sich im Tiergarten In den Zelten und beschließen eine Adresse an den König, in der sie Presse-, Rede- und Versammlungsfreiheit sowie politische Gleichberechtigung aller Bürger fordern.

10. März Die Adresse wird von 6 000 Menschen unterzeichnet und der Stadtverordnetenversammlung zur Übermittlung an den König übergeben.

13. März In den Zelten wird der Beschluß gefaßt, den König zu bitten, ein Ministerium für Arbeiter einzurichten. Während der Rückkehr in die Stadt gibt es blutige Zusammenstöße zwischen Bürgern, Kürassieren und Polizisten.

16./17. März Bei Volksaufläufen und Versammlungen in der Stadt gibt es wieder Zusammenstöße von Bürgern, Soldaten und Polizisten.
Die Bürger werden aufgerufen, vor das Schloß zu kommen.

18. März Der König empfängt die Bürgerdelegationen und erklärt seine grundsätzliche Bereitschaft, ihre Wünsche zu erfüllen.
Auf der Schloßbrücke fallen Schüsse in die Menge der Menschen.
Die Bürger bauen Barrikaden zur Verteidigung gegen die Soldaten.

18./19. März Märzrevolution ArbeiterInnen aus den Industriestandorten in der Chausseestraße (Mitte), Moabit und im Wedding beteiligen sich an den Barrikadenkämpfen.

19. März Der König erläßt die Proklamation "An meine lieben Berliner". Die Truppen ziehen ab.
Die Leichen der getöteten Bürger werden zum Schloß gebracht, der König aufgefordert, ihnen Ehrerbietung zu erweisen.

20. März Der Magistrat teilt mit, daß die politischen Gefangenen aus der Haft und frei gelasen werden.

21. März Die Bevölkerung verlangt den König zu sehen. Friedrich Wilhelm IV. begibt sich mit der schwarz-rot-goldenen Fahne auf einen Ritt durch den Stadt.

22. März Die 240 toten Zivilisten der Revolution werden auf dem Friedhof der Märzgefallenen in Friedrichshain beigesetzt. Die zwanzig toten Soldaten erhalten ihre Grabstätte auf dem Invalidenfriedhof.

LeserInnen, die diesen Text gelesen haben, haben auch die Retrospektive Berlin im Februar gelesen.

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- © gerhild komander 3/07 -

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