Terminkalender
Vortrag zur Kunstgeschichte
Es wurde erzählt, Cimabue, sein späterer Ausbilder, habe ihn entdeckt, als der zehnjährige Hirte seine Schafe zeichnete. Ob sie sich so trafen, sei dahingestellt. Fest steht, dass Giottos aufmerksame Beobachtung ihn Menschen, Tiere und Pflanzen, Architekturen und Landschaften von großer Anmut und Eindringlichkeit schaffen ließ.
Er brach ganz einfach mit der griechisch-byzantinischen Kunsttradition. Er verbannte das Gold aus der Malerei, ließ Engel, Heilige und einfache Menschen weinen und tanzen. Diese neue Auffassung zeigen seine Fresken in der Scrovegni-Kapelle in Padua, in der Basilika des hl. Franziskus in Assisi und der Basilika Santa Croce in Florenz ebenso wie das Tafelbild der Grablegung Mariens in der Berliner Gemäldegalerie.
Wenn wir Moderne als Bruch mit der Überlieferung, als Erneuerung ohne unmittelbares Vorbild begreifen, war Giotto di Bondone ein moderner Künstler.
Um das Jahr 1267 kam er in der Nähe von Florenz zur Welt und starb sechzig Jahre später in dieser Stadt.
In Zusammenarbeit mit der Galerie 100