Frauengeschichte im Matthäi-Viertel
Stadtführung zum Internationalen Frauentag
Salonièren unter sich? Weit gefehlt! Die Zusammensetzung der Bewohnerinnen im Viertel war sehr gemischt.
Rund um die Matthäikirche am Kulturforum entwickelte sich seit den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts das Geheimratsviertel. Peter Joseph Lennés Gestaltung des Gartens machte die neu angelegte Tiergartenstraße zu einer gefragten Adresse. Die Frauen, die mit oder ohne Gatten und Kindern in die neu errichteten Häuser zogen, brachten aus dem alten Berlin die Salonkultur mit.
Henriette Herz und Amalie Beer sowie die Schwestern Bardua gehörten zur ersten Generation der neuen BewohnerInnen. Später zog es Fanny Lewald, Ottilie von Hansemann, Marie von Olfers, Marie von Bunsen und Maxe Gräfin von Oriola in das Viertel. Hedwig Dohm, die große Dame der ersten Frauenbewegung, lebte hier in verschiedenen Häusern.
Benannt wurde das Viertel nach der Matthäikirche, die Friedrich August Stüler und Hermann Alexander Wentzel 1844 bis 1846 für die stark wachsende Gemeinde errichteten.
Aus dem beliebten Ausflugsziel am Tiergarten entwickelte sich zuerst Landhauskolonie, die mit der Zeit verstädterte.
Der Friedhof der Gemeinde wurde außerhalb der Stadtgrenze angelegt. Er liegt in Schöneberg, der St. Matthäusfriedhof.
Weitere Termine: auf Anfrage
Dauer: etwa zwei Stunden
Kosten: 160,00 Euro für Gruppen bei geschlossener Führung
Treffpunkt: Vor der Matthäikirche, Matthäikirchplatz
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