Internationaler Frauentag 2024 150 Grabfigur

Vorträge und Stadtführungen zur Frauengeschichte Berlins in Zusammenarbeit mit den Berliner Volkshochschulen

Im Zwiespalt der Aufklärung
Berliner Frauengeschichte im Spiegel der Stadtgeschichte des 18. Jahrhunderts

Vortrag Teil (1)
Das Zeitalter der Aufklärung ist für die einen durch das Wirken der französischen Philosophen bestimmt, für die anderen von den Schriften Immanuel Kants. Mittendrin gibt es aber auch die Berliner Aufklärung, die für das - vor allem bürgerliche - weibliche Geschlecht durchaus vorteilhafte Spielräume bot.
Unternehmerinnen wie Anna Maria Molin und Fromet Guggenheim führten ihre Geschäfte dagegen eher im Hintergund. Und auch die Königinnen von Sophie Charlotte bis Elisabeth Christine sowie ihre adligen Zeitgenossinnen wußten ihre Spielräume dezent zu nutzen.
Montag, 4. März 2023, 17 - 18.30 Uhr

Im Zwiespalt der Aufklärung
Berliner Frauengeschichte im Spiegel der Stadtgeschichte des 18. Jahrhunderts

Vortrag Teil (2)
Lessings dramatische Frauenfiguren prägten Vorbilder für mehrere Generationen. Friedrich Nicolai verkaufte unerhörte Mengen an Frauenromanen und -kalendern. Unterdessen unterrichteten Väter ihre Töchter in den bildenden Künsten und verhalfen ihnen zu großem professionellem Erfolg, ganz einfach an der Akademie vorbei.
Montag, 11. März 2023, 17 - 18.30 Uhr

 

Landesfrauen und Kauffrauen - Christinnen und Jüdinnen
Stadtführung in Mitte

Da eine weibliche Geschichte Berlins noch nicht existiert, gibt es Hunderte von Entdeckungen auf diesem Gebiet zu machen.
Wer verlieh Berlin - und anderen Städten - in den zwanziger Jahren des 13. Jahrhunderts (oder etwas später) das Stadtrecht? Waren es die unmündigen Söhne des Markgrafen Albrecht II. oder war Markgräfin Mechthild, Regentin und Mit-Erzieherin der Söhne, daran beteiligt? Ihre Nachfolgerinnen beteiligten sich in allen Epochen an Regierung und Wohlfahrt der Stadt und des Landes. Bürgerinnen hinterließen ihre Spuren durch Stiftungen, Grabdenkmäler und Nachkommen. Ihre Heiraten retteten Firmen vor dem Konkurs - wie das Beispiel der jungen Henriette Keibel, verheiratete Knoblauch zeigt. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich Alt-Berlin zu einem wichtigen Lebensort der jüdischen Bevölkerung. Rahel Varnhagen wuchs nicht weit vom Haus der Knoblauchs auf und Amalie Beer führte Salon und Synagoge in der Neuen Friedrichstraße.

Treffpunkt: Nikolaikirchplatz, am großen Stadtsiegel vor der Nikolaikirche
Sonntag, 3. März 2024, 11-13.15 Uhr

 

Steglitzer Geschichte weiblich
Frauengeschichtliche Stadtführung zwischen Grunewald- und Schildhornstraße

Es wird die Rede sein von Therese Gunkel, die den Töchtern der Gemeinde Steglitz höhere Schulbildung ermöglichte. Es wird die Rede sein von Ruth Andreas-Friedrich, der Journalistin und Widerstandskämpferin, von Betty Hirsch, Sängerin, Blinden- und Sprachlehrerin, von Sophie Hurter, Diakonisse und Oberschwester, von Hannah Arendt, Philosophin, und von Auguste Viktoria, letzte Deutsche Kaiserin.
Diese Frauen stehen in direktem Bezug zur Gemeinde Steglitz.
Was aber verbindet die Innenarchitektin und Modedesignerin Anna Muthesius und die Malerin Sabine Lepsius mit Steglitz? Welchen Beitrag zur glücklichen Familiengeschichte leisteten Louise, Caroline und Marie Erman? Ihre ehelichen Familiennamen sind auf Steglitzer Straßenschildern zu finden. Und was hat die Matthäuskirche mit der Frauengeschichte des Stadtteils Steglitz zu tun?
Treffpunkt: vor dem Haus Grunewaldstraße 6 (nahe Schloßstraße und U-Bahnhof Rathaus Steglitz)
Sonnabend, 9. März 2024, 11-13.15 Uhr

 

Rosa Luxemburg in Berlin
Stadtführung und BVG-Fahrt zu Lebensorten in Berlin

Rosa Luxemburg zählt zu den bekanntesten Frauenpersönlichkeiten der deutschen Geschichte. Die gebürtige Polin zieht 1898 nach Berlin, tritt der SPD bei. Als Rednerin hat sie auf Anhieb großen Erfolg. Immer wieder gerät Luxemburg wegen "Ungehorsam" und anderen Delikten mit dem Gesetz in Konflikt und wird inhaftiert. So lernt sie auch das berühmte Berliner Frauengefängnis in der Barnimstraße kennen. Ihre erste eigene Wohnung findet sie in Schöneberg. - Drei Denkmäler und noch mehr Gedenktafel erinnern an Rosa Luxemburg, Ereignisse und Orte ihres Lebens. Lernen Sie zu ihrem 152. Geburtstag einige davon auf dieser besonderen Stadtführung kennen.
Die Führung endet in der Nähe des S-Bahnhofs Friedenau.
Hinweis: Sie benötigen einen Fahrschein für die BVG
Treffpunkt: Büschingstraße Ecke Mollstraße (Nr. 19) (erreichbar mit Tram M5, M6, M8, Haltestelle Büschingstraße)
Sonntag, 12. März 2023, 11 bis 14 Uhr

 

Stark in Bildung, Kunst und Politik: Die Frauen von Friedenau
Die zweite Friedenauer Frauenführung

Sie gründeten die erste Schule der Gemeinde, die erste Höhere Mädchenschule, prägten die moderne Kunst und die zeitgenössische Politik: Die Schwestern Melida und Henriette Roenneberg, die Malerin und Dadaistin Hannah Höch, die Bildhauerin René Sintenis, die Kommunalpolitikerin Luise Kautsky. Die Ärztin Else Weil, die 1920 nur als "Externe" an der Schöneberger Hohenzollernschule ihr Abitur ablegen durfte, zählte zu den Pionierinnen unter den Akademikerinnen. Ihre Praxis hatte sie in der heutigen Bundesallee. Die legendäre Königin Luise hielt sich bloß als Namenspatronin in Friedenau auf.
Die Wohn- und Wirkungsorte oder Erinnerungsorte der Frauen liegen zwischen Saar- und Goßlerstraße.
Treffpunkt für angemeldete Teilnehmende: Rheinstraße Ecke Moselstraße, vor dem Haus Haus Rheinstraße 55
Sonnabend, 16. März 2024, 11-13.15 Uhr

 

Auf den Spuren "weiblicher" Kunstwerke
zwischen Marienkirche, Dom und Hedwigskathedrale

Stadtführung in Mitte
Was bedeuten die vielen weiblichen Skulpturen in der Mitte Berlins? Lassen Sie sich auf einen spannenden Stadtspaziergang zwischen Marienkirche, Dom und Hedwigskathedrale ein und entdecken Sie Skulpturen im Stadtbild, die Sie bisher nicht beachtet haben.
Obwohl die lebenden Frauen seit dem 19. Jahrhundert nach und nach aus dem öffentlichen Leben der Stadt und des Staates verdrängt wurden, waren Frauen in der Kunst allgegenwärtig. Warum? Sie begegneten als Motiv der Kunst in der Funktion von Sinnbildern, nicht als Individuen. Frauengestalten symbolisieren Göttinnen, Tugenden und Laster, Eigenschaften der Menschen, Ereignisse, Berufe und Künste.
Treffpunkt: Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 1, vor dem Eingang der Marienkirche
Sonntag, 17. März 2024, 11-13.15 Uhr

Anmeldung und Information ausschließlich über die Berliner Volkshochschulen: Schauen Sie in meinen Kalender.

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