Gerhild Komander

Tipps + Termine

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Vortrag zur Kunstgeschichte
Große Namen der Kunst: Adolph Menzel
In Zusammenarbeit mit der VHS Potsdam
Donnerstag, 9. Februar 2017, 14 Uhr

Vortrag zur Architekturgeschichte Berlins
Philipp Gerlach
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten BB
Sonntag, 12. Februar 2017, 11 Uhr

Vortrag zur Berliner Geschichte und Berliner Archichtektur
Berliner Wohnungsnot vor 100 Jahren
In Zusammenarbeit mit der Urania
Freitag, 24. Februar 2017, 15.30 Uhr

Architekturführung Berlin
Bruno Taut und Mies van der Rohe. Bauten im Wedding
Stadtführungen Gerhild Komander
Sonnabend, 25. Februar 2017, 11 Uhr

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Vom Kaufhaus zum Tacheles
Fotografien der Friedrichstraßen-Passage
Fotoausstellung im Deutschen Technikmuseum, Beamtenhaus
bis 4. April 2017

150 Seestr TramEin königlicher Weg durch den Wedding

Die Seestraße

Die Seestraße, die 3 200 Meter weit durch den nördlichen Wedding führt, ist eine der breitesten Straßen Berlins. Sie ist quasi ein königlicher Weg.

 

Der erste preußische König, Friedrich I., ließ einen Reit- und Fahrweg anlegen, um sein Schloß Charlottenburg mit dem Schloß Schönhausen zu verbinden.

Warum? Vielleicht weil es mit der Schiffahrt auf der Panke nicht so geklappt hat? Der Weg verlief weit vor den Toren Berlins durch die Jungfernheide, die damals viel größer war, die Rehberge einschloß und erst an der Müllerstraße endete. Er überquerte die Müllerstraße, führte durch die heutige Reginhardstraße nach Schönholz und mündete in den Schloßgarten Schönhausen.

 

Ihren Namen erhielt die Straße erst 1827. Seestraße? Welcher See ist gemeint? Der Plötzensee ist es, an dem sie vorbeiführt. Zu ihrer Rechten, von Charlottenburg aus gesehen, lag dort, wo nun die Sylter Straße verläuft, damals auch noch der Kleine Plötzensee. Während der Bauarbeiten für den Berlin-Spandauer-Schiffahrtskanal wurde er 1848 zugeschüttet.

 

Die Stadt Berlin besaß viel Land auf dem Wedding, am Gesundbrunnen und darüberhinaus, vor allem Heideland. 1817 erwarb sie auch den Gutshof Wedding in der Nähe vom Nettelbeckplatz. Da zählte man 350 Menschen in vierzig Wohnhäusern. Nach und nach bestimmte der Berliner Magistrat Land zu Bauland. Die Heide wurde parzelliert, die Grundstücke wurden abgesteckt. Obwohl die Pacht nicht gering war, meldeten sich zahlreiche Interessenten und rangen dem Sandboden Äcker und Gärten ab. Die Seestraße bildete die Siedlungsgrenze. 1880 gab es gerade einmal vierzig Haus- und Grundstücksnummern.

 

Ab 1891 errichteten die Forschungsinstitute an der Seestraße ihre Bauten zwischen Kanal und Amrumer Straße. Frau Ida Hoppe betrieb - ohne Hausnummer - auf dem späteren Eckernförder Platz, der jetzt nur noch ein großes Gebüsch ist, ihr Ausflugslokal. 1901 schnitt die Stadtverwaltung das nordöstliche Ende des alten Weges ab, um den Weg von Charlottenburg in den Ring um Berlin - im Zuge von Osloer und Bornholmer Straße - münden zu lassen. Die Seestraße endet seitdem am Louise-Schroeder-Platz. 1957 erhielt der Reinickendorfer Teil der alten Seestraße den Namen Reginhardstraße. Schade, denn damit verlor die Straße ihr Ziel, das Schloß Schönhausen, endgültig aus den Augen.

 

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Berlin im Blick

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1157 Albrecht der Bär erobert die Brandenburg.
Die Markgrafen nennen sich und das Land fortan Brandenburg.
In den kommenden Jahren lassen sich Kaufleute an der Spree nieder
Aus ihren Siedlungen entstehen die Städte Berlin und Cölln.

1197 Erste urkundliche Erwähnung der Burg Spandau

1237 28. Oktober Erste urkundliche Erwähnung von Cölln

1247 29. April Das erste Berliner Stadtoberhaupt wird genannt: Der Schultheiß Marsilius.
Erste urkundliche Erwähnung von Lübars und Tempelhof

1267 Erste urkundliche Erwähnung von Kladow

1297 Das Dominikanerkloster in Cölln wird gegründet.

1657 11. Juli Kurprinz Friedrich (I.) wird in Königsberg geboren.

1747 Müggelheim wird gegründet.

1747 bis 1750 Jan Boumann erbaut den neuen Berliner Dom.

1747 bis 1755 Johann Gottfried Büring und Jan Boumann errichten die St. Hedwigskirche.

1807 Johann Gottlieb Fichte hält die „Reden an die deutsche Nation".

1847 19. November Die Berliner Stadtverordnetenversammlung tagt erstmals öffentlich.

1867 Berlin wird Hauptstadt des Norddeutschen Bundes.

1877 Berlin zählt eine Bevölkerung von einer Million Menschen.
Zum ersten Mal werden Sozialdemokraten aus Berlin als Abgeordnete in den Reichstag gewählt.

1937 1.1. Das "Gesetz über die Verfassung und Verwaltung der Reichshauptstadt Berlin" macht die Stadt zum Stadtkreis mit den Aufgaben eines Provinzialverbandes".

1967 Der Alexanderplatz wird neu gestaltet.
2.6. Bei Demonstrationen gegen den Besuch des Schahs von Persien Reza Pahlewi erschießt der Polizist Kurras den Studenten Benno Ohnsorge an der Deutschen Oper.

1977 21.9. West-Berliner Gäste können wegen des Mangels in der DDR große Mengen Kaffee in die DDR einführen.

1987 750-Jahrfeier Berlin in Ost und West
Smog-Alarm der Stufe 1 und selektives Fahrverbot in Berlin-West

1997 9.3. Umweltministerin Angela Merkel und Naturschutzbund-Vorsitzender Jochen Flasbarth markieren im Grunewald Bäume mit Spechthöhlen zum Schutz vor Abholzung.
10.3. Laut DGB arbeiten auf den Berliner Baustellen 40 000 einheimische, 30 000 Bauarbeiter aus EU-Staaten und 8 000 Kontingentarbeiter aus Osteuropa  sowie 25 000 Schwarzarbeiter. 17 000 Berliner Bauarbeiter sind arbeitslos.

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