Gerhild Komander

Tipps + Termine

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Vortrag zur Kunstgeschichte
Große Namen der Kunst: Adolph Menzel
In Zusammenarbeit mit der VHS Potsdam
Donnerstag, 9. Februar 2017, 14 Uhr

Vortrag zur Architekturgeschichte Berlins
Philipp Gerlach
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten BB
Sonntag, 12. Februar 2017, 11 Uhr

Vortrag zur Berliner Geschichte und Berliner Archichtektur
Berliner Wohnungsnot vor 100 Jahren
In Zusammenarbeit mit der Urania
Freitag, 24. Februar 2017, 15.30 Uhr

Architekturführung Berlin
Bruno Taut und Mies van der Rohe. Bauten im Wedding
Stadtführungen Gerhild Komander
Sonnabend, 25. Februar 2017, 11 Uhr

150x150 Mies

 

Vom Kaufhaus zum Tacheles
Fotografien der Friedrichstraßen-Passage
Fotoausstellung im Deutschen Technikmuseum, Beamtenhaus
bis 4. April 2017

Das Dominikanerklosterkirche St. Paulus in Berlin
Berliner Geschichte vorgestern


1216 gründete Dominikus (geboren um 1170 in Caleruega in Kastilien, gestorben am 6. August 1221 in Bologna) den Dominikanerorden. 1207 hatte er die Leitung der Missionsstation Prouille bei Toulouse übernommen, die zur Bekehrung der Albigenser erbaut worden war. In Toulouse hatte Dominikus eine Genossenschaft von Priestern berufen, deren Aufgabe darin bestehen sollten, die Albingenser zurück zu gewinnen.

Aus dieser Gemeinschaft von Priestern, die ein Armutsgelübde abgelegt hatten, ging der Dominikanerorden, der erste mittelalterliche Bettelorden, hervor. Sein Gründer wurde 1234 heilig gesprochen.
Die Dominikaner übten auch städtische Seelsorge aus, ließen ihre Klöster von der städtischen Bevölkerung errichten und waren von der Bürgerschaft der Städte abhängig. Seit 1232 arbeiteten sie im Auftrag des Papstes für die Inquisition, was ihrem Ansehen beträchtlich schadete.

1297 siedelten sich Dominikaner in Cölln an. Das Kloster errichteten die Bürger an der Stelle des heutigen Schlossplatzes. Auf diese Lage weist noch immer die Brüderstraße hin. Das Kloster entwickelte sich zu einem geistigen Zentrum der mittelalterlichen Stadt.

Nach 1297 entstand eine klar gegliederte, einheitliche hochgotische Hallenkirche, die in der Größe (Länge: 62,3 m) den Bau der Franziskaner in der Klosterstraße übertraf. Städtebaulich bemerkenswert ist die Tatsache, daß die Dominikanerklosterkirche nicht geostet, sondern auf die Blickachse von der Langen Brücke (Rathausbrücke) gerichtet war. Die langgestreckte dreischiffige Halle mit sieben schmalen Jochen und einschiffigem Polygonalchor (5/8-Schluss) wurde aus Backstein auf einem Feldsteinsockel erbaut. Achteckige Pfeiler trugen die Kreuzrippengewölbe im Innern, außenn wurden diese durch Strebepfeiler gestützt. Damit entsprach die Kirche dem Typus der Ordenskirche.
Nach Norden schlossen dazugehörig Hospitäler mit Kapellen für Kranke, Alte und Arme an.

1536-39 widmete Kurfürst Joachim II. die Kirche zur Domstiftskirche St. Maria Magdalena, Erasmus und Heilige Kreuz um und ließ sie als Hofkirche und kurfürstliche Grablege ausbauen. Die Mönche mußten ausziehen und sich dem Dominkanerkonvent in Brandenburd a. d. Havel anschließen.

Eine Doppelturmfassade aus Fachwerk, Ziergiebel von querhausartiger Wirkung und ein Ostturm werteten den Bau seinen nunmehr repräsentativen Aufgaben entsprechend auf. Die strenge Bettelordenskirche wurde in einen städtebaulich wirkungsvollen Dombau gewandelt, wie es in Halle unter Kardinal Albrecht (von Brandenburg) geschehen war.

Mit der Reformation wurde die Kirche abermals umgewidmet, nun zur lutherischen Domkirche. Die vorhandene Ausstattung blieb weitgehend erhalten. Sie wurde erst 1614 entfernt, nachdem Kurfürst Johann Sigismund zum Calvinismus konvertiert war.
Die Turmbauten waren bereits Ende des 17. Jahrhunderts derart baufällig, dass sie abgerissen wurden: 1697 die Westtürme, 1716 der freistehende Turm. Der Baumeister Martin Böhme errichtete 1717-18 die Türme in barocker Gestalt, wie sie der Kupferstich von Johann David Schleuen noch um 1740 zeigt. 1747 ließ Friedrich II. den gesamten Kirchenbau abreißen und den neuen Dom am Standort des heutigen erbauen.

1867 siedelten sich erneut Dominikaner in Berlin an: in Moabit. 1869 errichteten sie ihr des Kloster, das bis heute besteht.

Literatur:
Berlin und seine Bauten Teil VI, Sakralbauten, hg. vom Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin, Berlin 1997.

- gk 11/06 -

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Berlin im Blick

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1157 Albrecht der Bär erobert die Brandenburg.
Die Markgrafen nennen sich und das Land fortan Brandenburg.
In den kommenden Jahren lassen sich Kaufleute an der Spree nieder
Aus ihren Siedlungen entstehen die Städte Berlin und Cölln.

1197 Erste urkundliche Erwähnung der Burg Spandau

1237 28. Oktober Erste urkundliche Erwähnung von Cölln

1247 29. April Das erste Berliner Stadtoberhaupt wird genannt: Der Schultheiß Marsilius.
Erste urkundliche Erwähnung von Lübars und Tempelhof

1267 Erste urkundliche Erwähnung von Kladow

1297 Das Dominikanerkloster in Cölln wird gegründet.

1657 11. Juli Kurprinz Friedrich (I.) wird in Königsberg geboren.

1747 Müggelheim wird gegründet.

1747 bis 1750 Jan Boumann erbaut den neuen Berliner Dom.

1747 bis 1755 Johann Gottfried Büring und Jan Boumann errichten die St. Hedwigskirche.

1807 Johann Gottlieb Fichte hält die „Reden an die deutsche Nation".

1847 19. November Die Berliner Stadtverordnetenversammlung tagt erstmals öffentlich.

1867 Berlin wird Hauptstadt des Norddeutschen Bundes.

1877 Berlin zählt eine Bevölkerung von einer Million Menschen.
Zum ersten Mal werden Sozialdemokraten aus Berlin als Abgeordnete in den Reichstag gewählt.

1937 1.1. Das "Gesetz über die Verfassung und Verwaltung der Reichshauptstadt Berlin" macht die Stadt zum Stadtkreis mit den Aufgaben eines Provinzialverbandes".

1967 Der Alexanderplatz wird neu gestaltet.
2.6. Bei Demonstrationen gegen den Besuch des Schahs von Persien Reza Pahlewi erschießt der Polizist Kurras den Studenten Benno Ohnsorge an der Deutschen Oper.

1977 21.9. West-Berliner Gäste können wegen des Mangels in der DDR große Mengen Kaffee in die DDR einführen.

1987 750-Jahrfeier Berlin in Ost und West
Smog-Alarm der Stufe 1 und selektives Fahrverbot in Berlin-West

1997 9.3. Umweltministerin Angela Merkel und Naturschutzbund-Vorsitzender Jochen Flasbarth markieren im Grunewald Bäume mit Spechthöhlen zum Schutz vor Abholzung.
10.3. Laut DGB arbeiten auf den Berliner Baustellen 40 000 einheimische, 30 000 Bauarbeiter aus EU-Staaten und 8 000 Kontingentarbeiter aus Osteuropa  sowie 25 000 Schwarzarbeiter. 17 000 Berliner Bauarbeiter sind arbeitslos.

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