Gerhild Komander

Frauenthemen

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Stadtführung Rosa Luxemburg 2019
Lebensorte in Berlin
In Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf
Sonnabend, 19. Januar 2019, 11 Uhr

Vortrag 100 Jahre Frauenwahlrecht 2019
Das Frauenwahlrecht. Der lange Weg zur Mündigkeit ...
In Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf
Dienstag, 12. Februar 2019, 15.15 Uhr

Stadtführung 100 Jahre Frauenwahlrecht 2019
Marie Juchacz und alle die anderen. Frauen im deutschen Parlament
In Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf
Sonnabend, 23. Februar 2019, 11 Uhr

Stadtführung zum Internationalen Frauentag 2019
Sticken, stricken, weben, nähen in Berlin
Frauen und die Textilbranche
In Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf
Sonnabend, 2. März 2019, 11 Uhr

Stadtführung zum Internationalen Frauentag 2019
Der Prinz von Theben residiert am Nollendorfplatz
In Zusammenarbeit mit der VHS Tempelhof-Schöneberg
Sonntag, 3. März 2019, 11 Uhr

Stadtführung zum Internationalen Frauentag 2019
Frauen im Wedding
In Zusammenarbeit mit der VHS Mitte
Freitag, 8. März 2019, 14 Uhr

Stadtführung zum Internationalen Frauentag 2019
Charlottenburg weiblich
Frauengeschichten zwischen Kurfürstendamm und Savignyplatz
In Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf
Sonnabend, 9.3.2019, 11 Uhr

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Cécile Vogt - Medizinerin und Neurologin

Nach der Begründung der Hirnforschung in Buch durch Oskar und Cécile Vogt und wegweisenden Arbeiten in der Genforschung, der Radiologie und Röntgendiagnostik entwickelte sich Buch vom reinen Heil- und Pflegestandort zum Standort für Forschung und Lehre.

Geboren am 27. März 1875 in Annécy
gestorben am 4. Mai 1962 in Cambridge

 

Cécile Augustine Marie Mugnier wird am 27. März 1875 in Annécy / Frankreich, Dep. Haute-Savoie geboren.

1893 Baccalauréat nach Privatunterricht und Beginn des Medizinstudiums in Paris
1899 Heirat mit Oskar Vogt in Berlin, wohnhaft in der Magdeburger Straße 32
1890 Promotion und Approbation für Paris

1902 bis 1919 unbezahlte Mitarbeiterin an dem 1902 für Oskar Vogt eingerichteten Neurobiologischen Laboratorium der Universität Berlin (unter Förderung von Alfred Krupp)
1903 Geburt der Tochter Marthe
1913 Geburt der Tochter Marguerite

1919 bis 1937 bezahlte wissenschaftliche Abteilungsleiterin am Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung in Berlin-Buch
1920 Approbation für das Deutsche Reich
Lise Meitner und Cécile Vogt sind in den zwanziger Jahren die einzigen weiblichen Mitglieder der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.
1932 Cécile und ihr Ehemann Oskar werden zu Mitgliedern der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina Halle gewählt.

Ab 1933 üben die Nationalsozialisten großen Druck auf das Ehepaar Vogt aus, durchsuchen Institut und Privatwohnung. Oskar Vogt wird zwangsweise pensioniert.
1937 Übersiedlung nach Neustadt im Schwarzwald und Aufbau eines privaten Instituts für Hirnforschung

1950 Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin
1959 Tod von Oskar Vogt
1962 Übersiedlung nach Cambridge zu ihrer Tochter Marthe
Am 4. Mai 1762 stirbt Cécile Vogt in Cambridge.

 

Nach der Begründung der Hirnforschung in Buch (Berlin-Buch) durch Oskar und Cécile Vogt und wegweisenden Arbeiten in der Genforschung, der Radiologie und Röntgendiagnostik entwickelte sich Buch vom reinen Heil- und Pflegestandort zum Standort für Forschung und Lehre. Von 1899 bis 1959 spielt das Ehepaar Vogt mit seiner gemeinsamen Arbeit in der lokalisatorischen Hirnforschung eine entscheidende Rolle.
Cécile Vogt erhielt in Anerkennung ihrer Leistungen in der Hirnforschung Ehrendoktortitel der Universitäten Freiburg, Jena und Berlin.
So lange Oskar Vogt lebte, waren sowohl Oskar als auch Cécile Vogt wissenschaftlich anerkannt. Nach seinem Tod verschob sich die Anerkennung zu seinen Gunsten, Leistungen von Cécile wurden seinem Werk zugerechnet. So verzichtet der Brockhaus auf den Eintrag von Cécile Vogt und nennt sie - wie üblich - als Helferin ihres Mannes.

In Berlin gibt es das Oskar-Cécile-Vogt-Haus am Innovations- und Gründerzentrum der Biomedizinischen Forschungs GmbH Berlin Buch (Klinikum Buch), an der Universität Düsseldorf das Cécile- und Oskar-Vogt-Archiv am Institut für Hirnforschung.

 

Literatur:

Annette Vogt: Wissenschaftlerinnen in Kaiser-Wilhelm-Instituten, A-Z (= Veröffentlichungen aus dem Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft Bd. 12) Berlin 1999. - Rezension von Gerhild H. M. Komander, in: MVGB 2/2003.

Rassenforschung an Kaiser-Wilhelm-Instituten vor und nach 1933 (= Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus Bd. 4), hg. von Hans Schmuhl und Reinharf Rürup, Göttingen 2003.

Helga Satzinger: Weiblichkeit und Wissenschaft. Das Beispiel der Hirnforscherin Cécile Vogt (1875-1962), in: Der Eintritt der Frauen in die Gelehrtenrepublik. Zur Geschlechterfrage im akademischen Selbstverständnis und in der wissenschaftlichen Praxis am Anfang des 20. Jahrhunderts, hg. von Johanna Bleker, Husum 1998, S. 75-93.

Die Geschichte der genetisch orientierten Hirnforschung von Cécile und Oskar Vogt (1875-1962, 1870-1959) in der Zeit von 1895 bis ca. 1927 ( = Braunschweiger Veröffentlichungen zur Geschichte der Pharmazie und der Naturwissenschaften, Bd. 41), hg. von Erika Hickel, Stuttgart 1998.

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Frauendaten

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Schiller Philosophie

Frauen in Berlin

4. April 1889 Die Schriftstellerin Gisela von Arnim (Ottilie Beate Gisela Walburgis, auch Giesela, verh. Grimm) stirbt in Florenz.
10. April 1939 Annemirl Bauer, Malerin, Grafikerin und Regimekritikerin, kommt in Jena zur Welt.
11. April 1799 Louise Reichardt, Komponistin und Chorleiterin, wird in Hamburg geboren.
15. April 1869 Alwine Reinold, Lehrerin, wird in Detmold geboren.
17. April 1929 Die Schauspielerin Lissy Tempelhof wird in Berlin geboren.
18. April 1989 Hilde Benjamin, Juristin, stirbt in Berlin.
22. April 1889 Käthe Graupe, Geschäftsfrau, Kunsthändlerin, wird in Berlin geboren.
25. April 1899 Die Juristin, Verwaltungsbeamtin und Politikerin Theanolte Bähnisch (Dorothea Nolte, verh. Bähnisch) kommt in Beuthen, Schlesien, zur Welt.
26. April 1909 Marianne Hoppe, Schauspielerin, wird in Rostock geboren.
29. April 1959 Elisabeth von Knobelsdorff, Architektin, stirbt in Bassum.
8. Mai 1999 Klara Grüger, geborene Mandalka, Widerstandskämpferin und "Gerechte unter den Völkern", stirbt in Berlin.
10. Mai 1779 Die Schriftstellerin Johanna Karoline Wilhelmine Uthe-Spazier kommt in Berlin zur Welt.
11. Mai 1799 Hedwig von Olfers, Schriftstellerin und Salonnière, wird in Königsberg geboren.
15. Mai 1899 Die Fotografin Ruth Jacobi wird in Posen geboren.
16. Mai 1929 Lili Lehmann, Opernsängerin, stirbt in Berlin.
23. Mai 1939 Die Schriftstellerin Margarete Böhme (geb. Wilhelmine Margarete Susanna Feddersen, verh. Margarete Schlüter, Pseudonym: Ormános Sandor) stirbt in Hamburg.
28. Mai 1939 Die Schriftstellerin Rose Ausländer stirbt in Berlin.
30. Mai 1909 Hilde Coppi (geb. Rake), Widerstandskämpferin, wird in Berlin geboren.
30. Mai 1959 Die Malerin Gertraud Maria Sophie Rostosky stirbt in Würzburg.
31. Mai 1969 Hilde Körber, Schauspielerin, Schriftstellerin und Pädagogin, stirbt in Berlin.1. Juni 1919 Die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Hedwig Dohm stirbt in Berlin.
3. Juni 1779 Marie Sophie von Clausewitz, geborene Gräfin von Brühl, Herausgeberin der Werke ihres Mannes Carl, wird in Warschau geboren.
12. Juni 1899 Die Textilkünstlerin und Graphikerin Anni Albers kommt in Berlin zur Welt.
14. Juni 1859 Johanna Arnhold, Mäzenin und Stifterin, wird in Hamburg geboren.
23. Juni 2009 Die Schauspielerin Hanne Hiob (geb. Hanne Marianne Brecht) stirbt in München.
27. Juni 1799 Louise Reichardt, Komponistin und Chorleiterin, stirbt in Hamburg.

 

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