Gerhild Komander

Frauenthemen

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Stadtführung zum Internationalen Frauentag 2018
Sticken, stricken, weben, nähen in Berlin
Frauen und die Textilbranche
In Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf
Sonnabend, 3. März 2018, 11 Uhr

Stadtführung Berlin Friedenau
Von Wagner zu Marlene. Das Friedenauer Frauenviertel und der Friedhof an der Stubenrauchstraße
In Zusammenarbeit mit der VHS Tempelhof-Schöneberg
Sonntag, 4. März 2018, 11 Uhr

Stadtführung zum Internationalen Frauentag
Frauen im Wedding
In Zusammenarbeit mit der VHS Mitte
Donnerstag, 8. März 2018, 14 Uhr

Stadtführung zum Internationalen Frauentag
Frauengeschichte(n) auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof Schöneberg
In Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf
Sonnabend, 10.3.2018, 11 Uhr

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Cécile Vogt - Medizinerin und Neurologin

Nach der Begründung der Hirnforschung in Buch durch Oskar und Cécile Vogt und wegweisenden Arbeiten in der Genforschung, der Radiologie und Röntgendiagnostik entwickelte sich Buch vom reinen Heil- und Pflegestandort zum Standort für Forschung und Lehre.

Geboren am 27. März 1875 in Annécy
gestorben am 4. Mai 1962 in Cambridge

 

Cécile Augustine Marie Mugnier wird am 27. März 1875 in Annécy / Frankreich, Dep. Haute-Savoie geboren.

1893 Baccalauréat nach Privatunterricht und Beginn des Medizinstudiums in Paris
1899 Heirat mit Oskar Vogt in Berlin, wohnhaft in der Magdeburger Straße 32
1890 Promotion und Approbation für Paris

1902 bis 1919 unbezahlte Mitarbeiterin an dem 1902 für Oskar Vogt eingerichteten Neurobiologischen Laboratorium der Universität Berlin (unter Förderung von Alfred Krupp)
1903 Geburt der Tochter Marthe
1913 Geburt der Tochter Marguerite

1919 bis 1937 bezahlte wissenschaftliche Abteilungsleiterin am Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung in Berlin-Buch
1920 Approbation für das Deutsche Reich
Lise Meitner und Cécile Vogt sind in den zwanziger Jahren die einzigen weiblichen Mitglieder der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.
1932 Cécile und ihr Ehemann Oskar werden zu Mitgliedern der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina Halle gewählt.

Ab 1933 üben die Nationalsozialisten großen Druck auf das Ehepaar Vogt aus, durchsuchen Institut und Privatwohnung. Oskar Vogt wird zwangsweise pensioniert.
1937 Übersiedlung nach Neustadt im Schwarzwald und Aufbau eines privaten Instituts für Hirnforschung

1950 Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin
1959 Tod von Oskar Vogt
1962 Übersiedlung nach Cambridge zu ihrer Tochter Marthe
Am 4. Mai 1762 stirbt Cécile Vogt in Cambridge.

 

Nach der Begründung der Hirnforschung in Buch (Berlin-Buch) durch Oskar und Cécile Vogt und wegweisenden Arbeiten in der Genforschung, der Radiologie und Röntgendiagnostik entwickelte sich Buch vom reinen Heil- und Pflegestandort zum Standort für Forschung und Lehre. Von 1899 bis 1959 spielt das Ehepaar Vogt mit seiner gemeinsamen Arbeit in der lokalisatorischen Hirnforschung eine entscheidende Rolle.
Cécile Vogt erhielt in Anerkennung ihrer Leistungen in der Hirnforschung Ehrendoktortitel der Universitäten Freiburg, Jena und Berlin.
So lange Oskar Vogt lebte, waren sowohl Oskar als auch Cécile Vogt wissenschaftlich anerkannt. Nach seinem Tod verschob sich die Anerkennung zu seinen Gunsten, Leistungen von Cécile wurden seinem Werk zugerechnet. So verzichtet der Brockhaus auf den Eintrag von Cécile Vogt und nennt sie - wie üblich - als Helferin ihres Mannes.

In Berlin gibt es das Oskar-Cécile-Vogt-Haus am Innovations- und Gründerzentrum der Biomedizinischen Forschungs GmbH Berlin Buch (Klinikum Buch), an der Universität Düsseldorf das Cécile- und Oskar-Vogt-Archiv am Institut für Hirnforschung.

 

Literatur:

Annette Vogt: Wissenschaftlerinnen in Kaiser-Wilhelm-Instituten, A-Z (= Veröffentlichungen aus dem Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft Bd. 12) Berlin 1999. - Rezension von Gerhild H. M. Komander, in: MVGB 2/2003.

Rassenforschung an Kaiser-Wilhelm-Instituten vor und nach 1933 (= Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus Bd. 4), hg. von Hans Schmuhl und Reinharf Rürup, Göttingen 2003.

Helga Satzinger: Weiblichkeit und Wissenschaft. Das Beispiel der Hirnforscherin Cécile Vogt (1875-1962), in: Der Eintritt der Frauen in die Gelehrtenrepublik. Zur Geschlechterfrage im akademischen Selbstverständnis und in der wissenschaftlichen Praxis am Anfang des 20. Jahrhunderts, hg. von Johanna Bleker, Husum 1998, S. 75-93.

Die Geschichte der genetisch orientierten Hirnforschung von Cécile und Oskar Vogt (1875-1962, 1870-1959) in der Zeit von 1895 bis ca. 1927 ( = Braunschweiger Veröffentlichungen zur Geschichte der Pharmazie und der Naturwissenschaften, Bd. 41), hg. von Erika Hickel, Stuttgart 1998.

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Frauendaten

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Schiller Philosophie

Frauen in Berlin

13. Juli 1798 Zarin Alexandra Feodorowna, geborene Prinzessin Charlotte von Preußen, wird in Charlottenburg, im Schloß geboren.
19. Juli 1968 Die Schauspielerin und Puppenkünstlerin Käthe Kruse stirbt in Murnau am Staffelsee.
26. Juli 1928 Die Schauspielerin Maria Barkany stirbt in Berlin.
27. Juli 1968 Lilian Harvey (Lilian Helen Muriel Pape), Schauspielerin, stirbt in in Juan-les-Pins, Frankreich.
27. Juli 1988 Brigitte Horney, Schauspielerin, stirbt in Hamburg.
29. Juli 1818 Clara Wilhelmine Oenicke, Historien-, Porträt- und Genremalerin, wird in Berlin geboren.

4. August 1808 Die Schriftstellerin Luise Johanna Leopoldine von Blumenthal, geb. von Platen stirbt in Berlin.
7. August 1928 Die Schauspielerin Helen Vita kommt in Hohenschwangau zur Welt.
9. August 1938 Die Schauspielerin Paula Conrad-Schlenther stirbt in Berlin.
25. August 1868 Die Schauspielerin und Dramatikerin Charlotte Birch-Pfeiffer stirbt in Berlin.
30. August 1948 Alice Salomon, Politikerin und Sozialpädagogin, stirbt in New York.

11. September 1998 Vera Lourrié, Lyrikerin, stirbt in Berlin.
19. September 1848 Margarete Hoenerbach, Malerin, Grafikerin, Medailleurin und Bildhauerin, kommt in Köln-Deutz zur Welt.
23. September 1938 Die Schauspielerin Romy Schneider (Rosemarie Magdalena Albach) kommt in Wien zur Welt.
24. September 1978 Die Chemikerin Ida Eva Noddack stirbt in Bad Neuenahr.
30. September 2008 Die Schriftstellerin Christa Reinig stirbt in München.

 

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