Gerhild Komander

Frauenthemen

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Stadtführung zum Internationalen Frauentag 2018
Sticken, stricken, weben, nähen in Berlin
Frauen und die Textilbranche
In Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf
Sonnabend, 3. März 2018, 11 Uhr

Stadtführung Berlin Friedenau
Von Wagner zu Marlene. Das Friedenauer Frauenviertel und der Friedhof an der Stubenrauchstraße
In Zusammenarbeit mit der VHS Tempelhof-Schöneberg
Sonntag, 4. März 2018, 11 Uhr

Stadtführung zum Internationalen Frauentag
Frauen im Wedding
In Zusammenarbeit mit der VHS Mitte
Donnerstag, 8. März 2018, 14 Uhr

Stadtführung zum Internationalen Frauentag
Frauengeschichte(n) auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof Schöneberg
In Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf
Sonnabend, 10.3.2018, 11 Uhr

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Neptun 100Elisabeth von Bayern Königin von Preußen

Sie war seit der Reformation die erste katholische Schwiegertochter am brandenburgisch-preußischen Hof. Aus Liebe zu ihrem Mann, dem preußischen Kronprinzen, gab sie dem unerbittlichen Drängen des Königs nach und konvertierte.

 

Elisabeth Ludovika Prinzessin von Bayern Königin von Preußen

Geboren am 13. November 1801 in der Münchner Residenz
gestorben am 14. Dezember im Dresdner Reisdenzschloß
bestattet in der Friedenskirche zu Potsdam


Elisabeth Ludovika Prinzessin von Bayern kam am 13. November 1801 als Tochter des bayerischen Kurfürstenpaares Maximilian IV. Joseph (1756-1825) und Caroline (1776-1841) in der Münchner Residenz zur Welt. 1806 wurde Maximilian König „von Napoleons Gnaden“, und Bayern konnte große Gebietszuwächse einstreichen - zum Teil auf Kosten Preußens, das die fränkischen Stammlande der Hohenzollerndynastie verlor.

Im November 1823 heiratete Elisabeth den ältesten Sohn der wohl populärsten Königin und Mutter in der Geschichte des 19. Jahrhunderts, den preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, Sohn der Königin Luise. 1840 folgte dieser als Friedrich Wilhelm IV. seinem Vater, Friedrich Wilhelm III., auf den preußischen Thron: Elisabeth wurde Königin von Preußen.


Jugend in den bayerischen Schlössern

Die Kindheit verbrachte Elisabeth mit zehn Geschwistern - vier aus der ersten Ehe des Vaters - in München, der bayerischen Residenz, und in Nymphenburg, dem liebsten Aufenthaltsort des Vaters. Schloß Nymphenburg war 1664 bis 1675 unter Kurfürst Ferdinand Maria für seine Gemahlin Henriette Adelaide von Savoyen erbaut und unter ihrem Sohn Max Emanuel 1701 auf die heutige Größe erweitert worden.

Während die barocken Repräsentationsräume im Hauptbau unverändert blieben, wurden die königlichen Räume zwischen 1806 und 1808 im französischen Stile des Empire neugestaltet. Das Mobiliar bestand vor allem in Pariser Importen.
Im Erdgeschoß des südlichen Pavillons richtete Max I. Joseph seine Wohnräume ein, die seiner Gattin Caroline lagen im Hauptgeschoß darüber. Die Kinder hatten ihre Räume im zweiten Obergeschoß beider innerer Pavillons. Die königlichen Appartements stellen eines der seltenen so rein erhaltenen Beispiele des Stiles in Deutschland dar. Die Fassade ließ Ludwig I., Sohn und Nachfolger Max Josephs, ab 1826 im Stil des Klassizismus verändern.

 

Das Familienleben verlief in ähnlich ungezwungenen und einfachen Bahnen wie am preußischen Königshof zur Zeit der Königin Luise. Ein wesentlicher Unterschied bestand jedoch in der religiösen Toleranz, die Max Joseph und Caroline pflegten.

Caroline von Baden war 1797 die zweite Frau des bayerischen Kurfürsten und nachmaligen Königs geworden. Sie war wie die erste Frau Max Josephs, Augusta Wilhelmine von Hessen-Darmstadt (1765-1796), protestantischen Glaubens, den sie auch lebenslang beibehielten.
Ausdrücklich hatte Max Joseph wieder eine protestantische Gemahlin gewünscht, um seinem Ziel, religiöse Toleranz in Bayern einzuführen, als persönliches Vorbild voranzugehen. (Schad, Königinnen, 18). Die Kinder wurden in der Konfession des Vaters unterwiesen.

Den Unterricht Elisabeths und ihrer Schwestern übernahm der Protestant und klassische Philologe Friedrich Thiersch. Thiersch, der der katholischen Religion ablehnend gegenüberstand, gab den Prinzessinnen Unterricht in Literatur, Geographie und Geschichte. Die Schülerinnen liebten und verehrten ihren Lehrer, der religiösen Toleranz ihrer Eltern folgten sie nicht.

Frauendaten

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Schiller Philosophie

Frauen in Berlin

13. Juli 1798 Zarin Alexandra Feodorowna, geborene Prinzessin Charlotte von Preußen, wird in Charlottenburg, im Schloß geboren.
19. Juli 1968 Die Schauspielerin und Puppenkünstlerin Käthe Kruse stirbt in Murnau am Staffelsee.
26. Juli 1928 Die Schauspielerin Maria Barkany stirbt in Berlin.
27. Juli 1968 Lilian Harvey (Lilian Helen Muriel Pape), Schauspielerin, stirbt in in Juan-les-Pins, Frankreich.
27. Juli 1988 Brigitte Horney, Schauspielerin, stirbt in Hamburg.
29. Juli 1818 Clara Wilhelmine Oenicke, Historien-, Porträt- und Genremalerin, wird in Berlin geboren.

4. August 1808 Die Schriftstellerin Luise Johanna Leopoldine von Blumenthal, geb. von Platen stirbt in Berlin.
7. August 1928 Die Schauspielerin Helen Vita kommt in Hohenschwangau zur Welt.
9. August 1938 Die Schauspielerin Paula Conrad-Schlenther stirbt in Berlin.
25. August 1868 Die Schauspielerin und Dramatikerin Charlotte Birch-Pfeiffer stirbt in Berlin.
30. August 1948 Alice Salomon, Politikerin und Sozialpädagogin, stirbt in New York.

11. September 1998 Vera Lourrié, Lyrikerin, stirbt in Berlin.
19. September 1848 Margarete Hoenerbach, Malerin, Grafikerin, Medailleurin und Bildhauerin, kommt in Köln-Deutz zur Welt.
23. September 1938 Die Schauspielerin Romy Schneider (Rosemarie Magdalena Albach) kommt in Wien zur Welt.
24. September 1978 Die Chemikerin Ida Eva Noddack stirbt in Bad Neuenahr.
30. September 2008 Die Schriftstellerin Christa Reinig stirbt in München.

 

Schiller Phil 150

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