Gerhild Komander

Tipps + Termine

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Stadtführung Berlin 
Boxhagener Platz, Friedrichshain - Stadtführung in einem Szenekiez
In Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf
Sonnabend, 24.2.18, 11 Uhr

150 Westhafen

Vortrag zur brandenburgischen und Berliner Geschichte
Die Hugenotten kommen!
In Zusammenarbeit mit dem Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner
Montag, 26.2.18., 18 Uhr

Maerchenbr 150

 

Blankenstein ViehSchlachthof 150Stadtbaurat Hermann Blankenstein

Der Backstein-Baumeister

Rot und gelb leuchtet der Backstein der Gebäude. Es gibt wohl keinen Stadtteil in Berlin, in dem nicht wenigstens ein Haus nach seinem Entwurf errichtet wurde. In 24 Jahren baute Hermann Wilhelm Albert Blankenstein mehr als 120 Schulen, mehrere Kirchen, Markthallen und Krankenhäuser.

 

10. Januar 1829 Grafenbrück Kreis Niederbarnim - 6. März 1910 Berlin

 

Hermann Wilhelm Albert Blankenstein hatte 24 Jahre lang das Amt des Stadtbaurats für Berlin inne. Die soziale Infrastruktur auszubauen, war das Hauptanliegen Blankensteins in seiner Amtszeit. Hermann Blankenstein wurde am 10. Januar 1829 in Grafenbrück Kreis Niederbarnim geboren. Er hinterließ ein fast nicht zu überschauendes Werk an funktionalen öffentlichen und kirchlichen Bauten, deren Fassaden und Innenräume er in der Nachfolge der Schinkel-Schule in Backstein ausführte.

 

Abwechslungsreiche Gestaltung mit roten und gelben Klinkern sowie einem aufwendigen Ornament in teilweise farbigen Ziegelformsteinen sind das Markenzeichen fast aller seiner Bauten. Blankenstein starb am 6. März 1910 und erhielt seine letzte Ruhestätte auf dem Berliner Friedhof der Jerusalems- und Neue Kirche I. Eine Gedenktafel am Haus Prenzlauer Allee 75 erinnert an den Architekten, Lehrer, Stadtbaurat und Politiker.

 

Lebenslauf:
1849-51 Studium an der Bauakademie
1856 Abschluss des Studiums als Landbaumeister, 1862 als Wasser-, Wege- und Eisenbahnbaumeister
1865 Berufung in die Baukommission
1866-72 zugleich Lehrer an der Bauakademie
1872-96 Stadtbaurat
seit 1876 Mitglied der städtischen Baudeputation
18.6.1896 Wahl zum Stadtältesten und Pensionierung

 

Schriften:
1883 Mit C. Ideler: Die Städtische Irrenanstalt zu Dalldorf. Geschichte und Verwaltung des Städtischen Irrenwesens, Beschreibung der neu erbauten Irren-Anstalt zu Dalldorf.
1885 Der Zentral-Vieh-und Schlachthof zu Berlin: seine baulichen Anlagen und Betriebs-Einrichtungen, dargestellt von Hermann Blankenstein und A. Lindemann.
1886 Zu welchem Zwecke studiren wir die griechische Baukunst. Fetsrede zum Schinkel-Feste des Architekten-Vereins zu Berlin, am 13. März 1886 gehalten.
1889 Über die Ergebnisse der Wettbewerbung zum National-Denkmal für Kaiser Wilhelm I., Vortrag, gehalten im Architekten-Verein zu Berlin am 14. October 1889.

 

Werke in Auswahl:
1855 Entwurf für die Kirche St. Anna (Mitte), ausgeführt von Herbig
1871-74 Zwölf-Apostel-Kirche
1876-78 Restaurierung der Nikolaikirche: Blankenstein lässt dem Turmbau der Kirche ein weiteres Feldsteingeschoss und die neogotischen Turmhelme aufsetzen. Im Innern wird weitgehend der gotische Zustand wieder hergestellt.
1877-79 Städtische Irrenanstalt Dalldorf / Karl-Bonhoeffer-Klinik
1877–79 Städtisches Arbeitshaus Rummelsburg
1877-81 ff. Zentral Vieh- und Schlachthof Berlin, Prenzlauer Berg
1886 Geschäftshaus der Markthalle III, Zimmerstraße
1886-88 Markthalle VI, Ackerstraße
1886-87 Städtisches Obdach, Fröbelstraße
1886-89 Städtisches Hospital und Siechenhaus, Fröbelstraße
1887-90 Krankenhaus Am Urban, mit Frobenius
1889-93 Heilanstalt Herzberge für Neurologie und Psychatrie / ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge
1890-91 Markthalle X, Arminiusstraße
1890-93 Heil- und Pflegeanstalt für Epileptiker im Wuhlgarten / Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus
1892-95 Erweiterung des Ephraim-Palais' um drei Achsen am Mühlendamm und zwölf an der Spree

 

Auswahl aus den mehr als 120 Schulen:
1864-66 32. Gemeindeschule, Pankstraße (Mittemuseum / Heimatmuseum Wedding)
1873/74 Friedrich-Real-Gymnasium, Albrechtstraße
1884-86 Gemeindeschule für Knaben, Prenzlauer Allee
1885-86 132. und 142. Gemeindeschule, Demminer Straße
1887-89 Schulwohnhaus der 26. und 179. Gemeindeschule, Albrechtstraße
1894/95 199. und 205. Gemeindeschule / Ulrike-von Levetzow-Oberschule

 

Literatur:

Manfred Klinkott: Hermann Blankenstein, in: Baumeister. Architekten. Stadtplaner. Biographien zur baulichen Entwicklung Berlins, hg. von Wolfgang Ribbe und Wolfgang Schäche, Berlin 1987
Uwe Michas: Hermann Blankenstein, der vergessene Baumeister, in: Die Mark Brandenburg, Heft 76, Berlin 2010

 

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Berlin im Blick

Berliner Geschichte

1278 Das St. Georgs-Hospital wird erstmals urkundlich namentlich erwähnt.
1288 Erste urkundliche Erwähnung von Lichtenberg, Lichterfelde und Rosenfelde (Friedrichsfelde)

1308 3. März Die Doppelstadt Berlin-Cölln schließt ein Schutzbündnis mit anderen märkischen Städten.
Erste urkundliche Erwähnung von Heiligensee
1348 Die Pest fordert auch in der Mark und in Berlin-Cölln viele Tote. Die Juden werden als Urheber beschuldigt und verfolgt.
Der "falsche Woldemar" trifft in Berlin ein. König Karl IV. anerkennt ihn als letzten Askanier, um ihn als Verbündeten gegen die Wittelsbacher einzusetzen.
Ein Stadtbrand richtet großen Schaden an.
1358 Erste urkundliche Erwähnung von Stralau
1378 Sigismund, zweiter Sohn Karls IV., wird Mitregent in der Mark.
Am 29. November stirbt Karl IV.
1388 Markgraf Sigismund wird König von Ungarn und verpfändet die Mark Brandenburg an seinen Vetter Jobst von Mähren.

1448 Die Bürger von Berlin und Cölln erheben sich im Berliner Unwillen gegen den Landesherren.
19. Juni Berlin und Cölln unterwerfen sich dem Kurfürsten.
Zunftprivilegien darf zukünftig nur der Landesherr gewähren.
1458 28. April Auf dem Neuen Markt wird Matthäus Hagen nach einem Inqisitionsprozess als Anhänger der hussitisch-taboristischen Lehre hingerichtet.
1488 Der Kurfürst erhebt die „Bierziese".
10. September Johann Zehender erhält das städtische Privileg für zwei Apotheken in Berlin.

1518 Die kurfürstliche Städte- und Polizeiordnung legt einheitliche Maße und Gewichte fest.
1528 25. März Kurfürstin Elisabeth flieht nach Wittenberg.
1538 bis 1540 Caspar Theyss erbaut das Renaissanceschloß zu Cölln.
1558 In Köpenick entsteht das Renaissanceschloss.
Das Gutshaus Tegel wird urkundlich erwähnt.
1568 Erste urkundliche Erwähnung von Treptow
1578 Rochus Guerini Graf zu Lynar kommt nach Berlin, erweitert das Schloss und baut die Spandauer Zitadelle aus.
Am Spandauer Mühlentor lässt er eine Pulvermühle errichten.
1598 Joachim Friedrich wird Kurfürst.

1608 Johann Sigismund wird Kurfürst.
1618 Der Dreißigjährige Krieg beginnt.
In Cölln wird eine reformierte Domschule für Knaben gegründet.
1628 Markgraf Sigismund fordert von der Bürgerschaft 140 000 Taler Kontribution zum Unterhalt der kaiserlichen Truppen.
Wallenstein nimmt Quartier in Berlin-Cölln.
Der Kurfürst erlässt ein Verbot für Zeitungen.
Matthias Czwiczek wird brandenburgischer Hofmaler.
Die Pocken breiten sich in Berlin-Cölln aus.
1638 Kurfürst Georg Wilhelm übergibt Adam Graf Schwarzenberg die Statthalterschaft.
1648 Die Pocken breiten sich in Berlin-Cölln aus.
Zu Münster und Osnabrück wird der Westfälische Frieden geschlossen.
1658 Berlin-Cölln wird Garnisonstadt: Der Kurfürst läßt in 508 Bürgerhäusern 1 500 Militärangehörige mit ihren 400 Frauen und 500 Kindern sowie Dienstpersonal einquartieren.
Der Bau der Festungsanlagen beginnt unter der Leitung von Johann Gregor Memhardt.
Einfuhrverbot für Glaswaren
1668 24. Juni Friedrich Wilhelm heiratet in zweiter Ehe Herzogin Dorothea von Holstein-Glücksburg.
1678 Der Hofjägermeister von Lüderitz legt die Hasenheide an.
Benjamin Raule errichtet durch Umbau des kurfürstlichen Ballhauses Raules Hof auf dem Friedrichswerder.
30. Juli Mit der Grundsteinlegung für die Dorotheenstädtische Kirche wird der erste Kirchenbau in Berlin-Cölln seit dem Mittelalter begonnen.
Adam de Clerck wird kurfürstlicher Hofmaler.
1678 bis 1687 Rutger van Langerfeld und Michel Matthias Smids erbauen die Dorotheenstädtische Kirche.
1688 9. März Der Große Kurfürst stirbt. - Friedrich III. (I.) wird Kurfürst.
14. August Friedrich Wilhelm I. (der Soldatenkönig) wird geboren.
Der Perspektivplan von Berlin-Cölln, gezeichnet von Johann Bernhard Schultz, erscheint.
Samuel von Pufendorf wird kurfürstlicher Historiograph.
Constantin Friedrich Blesendorf, Johann Ulrich Crause und Augustin Oldenburgh fertigen das Kupferstichwerk zum Leichenbegängnis des Kurfürsten Friedrich Wilhelm an.
Johann Arnold Nering beginnt mit der Anlage der Friedrichstadt.
Der Gendarmenmarkt wird angelegt.
Abraham Jansz Begeyn wird kurfürstlicher Vedutenmaler.
1698 Andreas Schlüter beginnt mit Um- und Neubau des Residenz-schlosses.
Der Marinemaler und Schiffsbaumeister Michiel Maddersteeg wird an Hof berufen.

1708 27. November Friedrich I. und seine dritte Gemahlin Sophie Luise von Mecklenburg-Schwerin ziehen in Berlin ein.
1718 Die Berliner Hausbesitzer gründen die Versicherungsgesellschaft der Feuersozietät Berlin.
Der von Johann Sigismund Elsholtz 1679 angelegte Hof- und Küchengarten bei Schöneberg (Kleistpark) erhält die Bezeichnung Botanischer Garten.
Friedrich Wilhelm I. besucht erstmals die Synagoge.
1728 Der Prozeß gegen Dorothea Steffin ist der letzte Hexenprozeß in Berlin.
1738 Friedrich Wilhelm I. schenkt das Neue Lusthaus der Berliner Kaufmannschaft zur Einrichtung ihrer Börse.
1748 15. November Das Invalidenhaus wird eingeweiht.
Gotthold Ephraim Lessing kommt zum ersten Mal nach Berlin.
Der Invalidenfriedhof wird angelegt.
Johann Julius Hecker gründet ein Lehrerseminar.
Friedrich II. verfügt die Verhaftung von Bettlern und deren Überstellung ins Zuchthaus oder zur Arbeit im Ochsenkopf.
Die Künstler Blaise Nicolas Lesueur und Charles Amédée Philippe Vanloo werden nach Berlin berufen.
Der Arzt und Philosoph Julien Offray de La Mettrie wird an den königlichen Hof berufen.
1748 bis 1766 Jan Boumann erbaut das Palais Prinz Heinrich (Humboldt-Universität).
1768 21. März Das Lustspiel „Minna von Barnhelm" von Gotthold Ephraim Lessing wird in der Behrenstraße uraufgeführt.
1778 Gründung der Jüdischen Freischule
Johann Wolfgang von Goethe besucht Berlin und Potsdam.
1788 Der König erläßt das Religionsedikt und eine Zensurverordnung.
Martin Heinrich Klaproth entdeckt die Zirkonerde und das Uranium.
Die Berliner Gymnasien führen mündliche und schriftliche Prüfungen zur Erlangung der Hochschulbefähigung ein.
27. September Erster Ballonaufstieg Francois Blanchards vor dem Brandenburger Tor.
1788 bis 1791 Carl Gotthard Langhans erbaut das Brandenburger Tor.
1798 Die Jungfernbrücke entsteht in ihrer heutigen Gestalt.
1798 bis 1802 Heinrich Gentz erbaut die Münze am Werderschen Markt.

1808 19. November Die wahlberechtigten Bürger Berlins wählen aufgrund der preußischen Städte die ersten Berliner Abgeordneten.
1818 Die Berliner Sparkasse wird gegründet.
1828 Die Berliner Universität erhält den Namen Friedrich-Wilhelm-Universität.
1838 Der Volkspark Hasenheide wird nach Plan von Peter Joseph Lenné begonnen.
1848 6. März Beginn der Revolution in Berlin
18. März Barriakdenkämpfe in Berlin
19. März Aufbahrung der "Märzgefallenen"
1868 Berliner Asylverein für Obdachlose gegründet
1878 Hofprediger Adolf Stoecker gründet die Christlich-Sociale Arbeiterpartei.
1888 Dreikaiserjahr: Tod Wilhelms I. und Friedrichs I.
Gründung der Urania
Gustav Krocisius gründet die Spree-Havel-Dampfschiffahrtsgesellschaft Stern.
11. September Das Lessing-Theater am Schiffbauerdamm öffnet.
1898 5. Februar Gründung der Künstlervereinigung Berliner Secession
1. April Die Gemeinde Schöneberg wird Stadt.

1908 28. Januar Eröffnung des Hebbel-Theaters
17. Mai Friedrich ARchenhold legt den Grundstein für die Sternwarte für die Volkssternwarte.
10. Juni Eröffnug des Märkischen Provinzialmuseums
1918 Ende des Ersten Weltkriegs
1928 Gründung der BVG
1948 Berliner Luftbrücke
1968 Studentenunruhen

 

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